LUX:NM contemporary music ensemble berlin hat sich innerhalb kurzer Zeit den Ruf eines hervorragenden Kammermusikensembles erarbeitet und sich zu einem international gefragten Ensemble für zeitgenössische Musik entwickelt.

2010 wurde das Ensemble auf Initiative von Ruth Velten und Silke Lange aus mehreren Solisten gegründet, um selbstbestimmte und vielseitige Kammermusikprogramme mit einer klanglich flexiblen Besetzung zu erarbeiten.

Als undirigiertes Ensemble widmet sich LUX:NM der Interpretation Neuer Musik und versteht sich zugleich als Initiator zeitgenössischer Musik. Eine intensive Ensemblearbeit ermöglicht außergewöhnliche neue Projekte, in dessen Programmarbeit Elektronik und szenische Ideen selbstverständlich ihren Platz finden. So setzen sich die MusikerInnen des Ensembles neben der Aufführung bereits bestehender Kompositionen besonders dafür ein, Werke noch unbekannter KomponistInnen zu initiieren und in ihr Repertoire aufzunehmen.

Als gefragte Kammermusiker und auf internationalen Wettbewerben ausgezeichnete Musiker sind die Instrumentalisten des Ensembles regelmäßig auf wichtigen Konzertpodien und Festivals der Neuen Musik zu Gast, u.a. dem Warschauer Herbst, dem World New Music Festival, Ultraschall Festival Berlin, MaerzMusik, Infektion! Festival für Neues Musiktheater, Festival International Smash de música contemporánea, AchtBrücken Köln u.a.

Mit verschiedenen eigenen Produktionen setzt das Ensemble thematische Schwerpunkte und beleuchtet so verschiedene Facetten der Neuen Musik:
u.a. in<>between internationale Konzertreihe (seit 2011), AtemLos (inszeniertes Konzert in Zusammenarbeit mit der zeitgenössischen Oper Berlin, 2013), Effervescent Powder „Spuren des Populärmusikalischen in der Neuen Musik“ (2011/2012, Eigenproduktion), IM FOKUS Konzertreihe (seit 2013, Ensemble in residence), LUXUS NEUE MUSIK (2015, Eigenproduktion), (F)LUX:NM (2015 in Kooperation mit der Staatsoper Berlin), Böse Büchse (2015, Eigenproduktion), HOME SWEET HOME - ein szenisches Konzertprojekt (2015, Eigenproduktion).

Seit Ende 2013 ist LUX:NM Ensemble in residence der Konzertreihe IM FOKUS in Berlin.

CD Veröffentlichungen zeitgenössischer Musik des Ensembles liegen bei Wergo, DUX und Genuin (ab 2016) vor:
2013/DUX - Porträt-CD Agnieska Stulginska
2015/Wergo - Porträt-CD Johannes Kreidler/Deutscher Musikrat

Besetzung: Silke Lange (Akk), Ruth Velten (Sax), Florian Juncker (Pos), Małgorzata Walentynowicz (Klav), Beate Altenburg (Vc), Wolfgang Zamastil (Vc)

Ruth Velten - Saxophon

„eindrucksvoll.....vielgestaltig“ (Deutschlandfunk)
Pressestimme zur Solo CD Different Traces (GEN 16424)
„Die junge Saxophonistin prunkte mit einem Höchstmaß an spieltechnischer Kunst und einem klanglichen Nuancenreichtum, der ihr Instrument phasenweise scheinbar in „Fremdsprachen“ - Flöte, Klarinette, Cello glaubte man zu erkennen - parlieren ließ. Dies alles perfekt, diszipliniert und getragen von tiefer Empfindung.“ (Rheinpfalz)

Ruth Velten begeisterte sich schon früh für Musik. Aufgewachsen in einer Musikerfamilie, erhielt sie mit 4 Jahren zunächst Klavierunterricht, bevor sie später das Saxophon für sich entdeckte. Sie studierte an den Musikhochschulen in Berlin und Köln und legte ihr Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie in ihrem musikalischen Werdegang besonders durch Eberhard Feltz, William Forman, Jacques Ammon, Ib Hausmann und das Cuarteto Casals. In ihrer Arbeit und ihrer Repertoirewahl legt Ruth Velten einen besonderen Schwerpunkt auf die klassische Originalliteratur sowie zeitgenössische Werke für Saxophon. Für ihre Interpretationen wird die international ausgezeichnete Saxophonistin in der Presse aufgrund ihres klangfarbenreichen und virtuosen Spiels vielfach gelobt. Als erste Preisträgerin machte sie bei nationalen und internationalen Wettbewerben auf sich aufmerksam, u.a. dem Deutschen Musikwettbewerb, dem Internationalen Musikwettbewerb für zeitgenössische Musik Krakau/Polen, dem Classic Music Award/Schweiz und dem Internationalen Kamermuziekconcours Almere/Niederlande. Zudem war sie Stipendiatin der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt und der Deutschen Stiftung Musikleben. Solistisch wie auch im Kammermusikbereich ist sie regelmäßig auf renommierten Festivals zu Gast, u.a. dem Warschauer Herbst, dem World New Music Festival, dem Ultraschall Festival Berlin, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Festival de México. Sie arbeitete mit verschiedenen Ensembles und Orchestern wie dem Ensemble Modern, den Berliner Philharmonikern, der Deutschen Oper Berlin und der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern unter namhaften Dirigenten wie Péter Eötvös, Sakari Oramo, Ingo Metzmacher, Markus Stenz und John Storgårds. Studio- und Konzertprojekte realisierte sie u.a. mit Künstlern wie Nils Frahm, Ib Hausmann, Dietmar Wiesner, Christian Lindberg und Streichern der Bochumer sowie Hamburger Symphoniker. Als Dozentin unterrichtet Ruth Velten regelmäßig in Meisterkursen an Hochschulen und Universitäten und gibt so ihre Erfahrungen an Nachwuchssaxophonisten und Komponisten weiter. Um neue Werke für Saxophon anzuregen, ist ihr die enge Zusammenarbeit mit Komponisten wichtig, so u.a. mit Sofia Gubaidulina, Gordon Kampe, Fabien Lévy, Johannes Kreidler und Georg Katzer, Pierre Jodlowski. Seit 2013 leitet sie die Konzertreihe IM FOKUS für zeitgenössische Musik in Berlin, innerhalb derer sie Eigenproduktionen im Bereich der Neuen Musik realisiert. Ruth Velten ist Gründungsmitglied des Ensemble LUX:NM. CD-Einspielungen liegen u.a. bei GENUIN classics, Wergo, DUX und EM Medien vor.

www.ruthvelten.com

Florian Juncker - Posaune

Florian Juncker studierte Posaune an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und der Norwegischen Musikhochschule in Oslo. Seinen ersten Posaunenunterricht hatte Florian bei Thomas Wiedermann an der Musikschule Neukölln erhalten. Durch ihn wurde Florian schon sehr früh auf die vielfältigen spieltechnischen Möglichkeiten der Posaune aufmerksam und dadurch auch sein Interesse an der Neuen Musik und dem Jazz geweckt. Bereits vor seinem Studium arbeitete Florian in zahlreichen Projekten eng mit dem Komponisten und Bandleiter Hannes Zerbe zusammen, u.a. für Theatermusiken sowie mit dessen Jazzorchester Prokopätz oder im Duo. Später konzertierte er u.a. mit dem Ensemble Modern, dem Ensemble Resonanz, dem Remix Ensemble und mit Prague Modern. Gemeinsam mit der Akkordeonistin Silke Lange spielt er im Duo Lange Juncker und ist Posaunist des Brandt Brauer Frick Ensembles. Seine internationale Konzerttätigkeit führte Florian zu den Festivals Prague Spring, Warschauer Herbst, Lucerne Festival, Eurosonic Festival und Ostrava Days.

Silke Lange - Akkordeon

Silke Lange studierte Akkordeon an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, nachdem sie ersten Unterricht bei Dieter Faulian in ihrer Heimatstadt Neubrandenurg erhalten hatte. Im Zentrum ihres musikalischen Interesses steht die Neue Musik. Sie konzertierte u.a. beim Festival für Neue Musik Ultraschall, bei der MaerzMusik und den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt, beim Mosel Musikfestival, dem Oberstdorfer Musiksommer, dem Festival Mitte Europa sowie bei Young Euro Classic. Regelmäßig wirkt sie in Theaterproduktionen u.a. am Deutschen Theater Berlin, den Berliner Festspielen und am HAU mit. 2010/2011 war sie am Deutschen Theater in der Produktion “Kein Schiff wird kommen” unter der Regie von Frank Abt zu sehen. 2011 spielte sie in der Produktion “Le Savali: Berlin” bei den Berliner Festspielen unter der Regie von Lemi Ponifasio. Silke ist Ensemblemitglied der Formation für Neue Musik continuum und gründete zusammen mit der Saxophonistin Ruth Velten das Ensemble für Neue Musik LUX:NM. Gemeinsam mit dem Posaunisten Florian Juncker spielt sie im Duo Lange Juncker.

www.silkelange.info

Małgorzata Walentynowicz - Klavier

Małgorzata Walentynowicz studierte Klavier an der Musikakademie in Danzig, der Hochschule für Musik in Hannover sowie an der Musikhochschule Stuttgart, wo sie das Master Studium Neue Musik bei Nicolas Hodges mit Auszeichnung absolvierte. Die in Polen geborene Pianistin widmet ihre Arbeit als Interpretin derzeit überwiegend der zeitgenössischen Musik. Ihr Solo- Repertoire reicht von Werken der Wiener Moderne über Stücke mit multimedialem Fokus bis hin zu Performance Art der jüngsten Generation. 2009 gewann Małgorzata Walentynowicz den 37. International Gaudeamus Interpreters Competition in Amsterdam und im Folgejahr den 3. International The Yvar Mikhashoff Trust for New Music Competition in Buffallo, NY. Für ihre Interpretationen zeitgenössischer Werke wurde sie bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt mit einem Stipendienpreis ausgezeichnet. Nominiert für 2017 Classical:NEXT Innovation Award in Rotterdam. Walentynowicz spielte Konzerte u. a. in Polen, Deutschland, Holland, Belgien, Österreich, Italien, Russland, Spanien, Israel, Schweiz, Chile und den USA. Darüber hinaus gastiert sie regelmäßig bei verschiedenen Musikfestivals. Dazu zählen u.a. Warschauer Herbst, Wittener Tage für neue Kammermusik, Rainy Days Festival an der Philharmonie in Luxembourg, ECLAT in Stuttgart, Festival NOW! an der Philharmonie Essen, Ultraschall Berlin, Europäische Woche Passau, Internationale Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt, World Music Festival, Acht Brücken Festival Köln, Cairo Contemporary Music Days, Tzlil Meudcan Festival in Tel Aviv. Als Solistin arbeitete sie mit der Nationalen Philharmonie Warschau, dem Polnischen Rundfunk Orchester, dem Neue Musik Orchester Kattowitz, Sinfonia Iuventus, Illinois Modern Ensemble und Ensemble Neofonia. Małgorzata Walentynowicz ist Mitglied im Kölner Ensemble Garage und im Ensemble LUX:NM Berlin.

www.mwalentynowicz.com

Wolfgang Zamastil - Violoncello

Wolfgang Zamastil studierte Violoncello am Mozarteum Salzburg bei Wilfried Tachezi und Clemens Hagen, später in Berlin bei Michael Sanderling und Jens Peter Mainz und erweiterte seine Ausbildung mit Kursen bei u.a. Heinrich Schiff, Jürgen Geise, beim Ensemble Modern und beim Ensemble Intercontemporain unter Pierre Boulez. Wolfgangs weit gefächerte Interessen reichen von Neuer Musik und Elektronik über neue Konzertformen und musiktheatralische Inszenierungen bis hin zu Tango Nuevo und aktueller, nichtkommerzieller Rock-/Popmusik. Er tritt in diesen Zusammenhängen sowohl als Interpret, als Komponist, als Initiator als auch in musikpädagogischer Mission in Erscheinung. Er arbeitete u.a. mit der Semperoper Dresden, dem Konzerthaus Berlin und Ensemble Modern, dem Deutsches Symphonie Orchester Berlin, dem Ensemble Intercontemporain Paris, dem Kammerensemble Neue Musik Berlin, dem Ensemble Adapter Berlin und dem Asasello Quartett, dem Musikverlag Varner München sowie regelmässig mit dem New Yorker Choreographen Richard Siegal und den Regisseuren Christian Grammel und Sebastian König. Eigene Formationen sind continuum und Lab of Halo. 2005 hatte Wolfgang sein Solo-Debut mit Dmitri Schostakowitschs 1. Cellokonzert mit der Jungen Philharmonie Salzburg und erhielt ein einjähriges Stipendium an der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt. Wolfgang leitete Kompositionskurse in Spanien und Österreich. Diskographie : Seit 2003 entstanden fünf CD-Produktionen mit seiner Musik. Inicio (Eigenproduktion)

www.zamastil.de

Beate Altenburg - Violoncello

Beate Altenburg studierte Violoncello in Detmold und Essen bei Prof. Christoph Richter und als DAAD-Stipendiatin in London an der Royal Academy of Music. Im Zuge ihrer Beschäftigung mit Neuer Musik arbeitete sie u.a. mit den Komponisten Cristóbal Halffter, György Kurtág, Vakhtang Kakhidze, Sofia Gubaidulina, Luis de Pablo, Peteris Vasks und Peter Maxwell Davies zusammen. Beate konzertierte mit dem Orquesta Sinfónica de Madrid, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, der Philharmonia Hungarica, dem Tbilisi Symphony Orchestra und dem Berliner Sinfonie-Orchester (heute Konzerthausorchester). Für einige Jahre war sie Solocellistin des Orquesta de la Comunidad de Madrid und wirkte beim Plural Ensemble mit. Derzeit ist sie in der Staatskapelle Berlin tätig. Ihre Erstaufführung der Konzerte Franz Xaver Nerudas mit der Anhaltischen Philharmonie Dessau und Golo Berg wurde vom Deutschlandradio mitgeschnitten und erschien als CD bei cpo. Mit dem Pianisten Cameron Roberts nahm sie zuletzt in Vergessenheit geratene Opern-Fantasien für das Deutschlandradio auf. Eine CD mit zeitgenössischen Werken für Cello solo liegt bei Arte Nova vor.

und Gäste: Olga Holdorff – Violine

Olga Holdorff wurde in Berlin geboren und studierte Violine an der UdK Berlin bei Prof. Jan Tomes und Prof. Tomasz Tomaszewski und an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig bei Prof. Mariana Sirbu und Prof. Lothar Strauß. Sie spielte u.a. an der Komischen Oper Berlin, am Staatstheater Braunschweig, an der Staatsoper Hannover, bei den Berliner Sinfonikern, Brandenburger Sinfonikern sowie in verschiedenen Kammermusikformationen u.a. mit dem Miranda Quartett beim Infektions Festival für neues Musiktheater an der Staatsoper Berlin und bei der Ensemble Modern Sommerakademie auf Paxos. Sie war für die Barenboim-Said-Foundation in Palästina tätig und lehrte mehrere Monate für „el sistema“ in Venezuela, geördert durch den Deutschen Musikrat und das Goethe-Institut. Sie ist Gründerin des Berlin Music Ensemble (www.berlin-music-ensemble.com). Das Orchester hat sich auf Einspielungen spezialisiert und tritt mit renommierten Künstlern auf.

www.berlin-music-ensemble.com

und Gäste: Biliana Voutchkova – Violine

Biliana Voutchkova ist eine engagierte Solo/Kammermusikerin und Improvisatorin: mit großer Hingabe interpretiert, komponiert und improvisiert sie vor allem im Bereich der Neuen Musik und in experimentellen Klang und Bewegungs-Projekten. Biliana war bereits weltweit auf zahlreichen Konzertreihen und Festivals zu hören. Sie lebt in Berlin und arbeitet mit Tänzern, Komponisten, und mit verschiedenen musikalischen Partnern zusammen.

www.bilianavoutchkova.net

und Gäste: Martin Offik – Klangregie